Tapezismus: 

Zur Zeit findet das Wort für mich seine Bedeutung darin daß ich meine Kunst dazu benutzen möchte etwas über das Leben der Menschen auszusagen. 



Das Schweigen.  Erläuterung zur Dokumentation: „Obdachlose in New York." 

Im Frühling des Jahres 1992 beschlossen Brian Woods und ich zusammen eine Fotodokumentation über Obdachlose in New York zu machen.  Wir entschieden uns dazu, diese in der Form von Portraits zu gestalten, da wir die Menschen von ihrer Umgebung trennen wollten, um somit klar zu machen, daß ein jeder in die selbe Lage gelingen kann.  Wir benutzten für diese Aufnahmen eine Großformatskamera.  Wir zogen mit unserer Kamera, einer schwarzen Pappe als Hintergrund und zwei 1000 W Scheinwerfern durch die Straßen, Suppen-Küchen und Obdachlosenheime New Yorks.  Wir benutzten einen Polaroid Film für unsere Portraits, der uns zur selben Zeit ein Negativ und ein Positiv lieferte.  Das Positiv gaben wir den Leuten, die wir fotografierten. 

Immer wieder erzählten uns die Menschen, die wir trafen, ihre Geschichten.  Sie verloren die Arbeit, konnten ihre Unterkunft nicht mehr bezahlen und leben nun auf der Straße und können keine Arbeit mehr finden, da sie keine Adresse mehr haben.  Je länger sie auf der Straße bleiben, desto mehr entfernen sie sich von der Gesellschaft.  Sie werden wie Verbrecher angesehen.  Dieses ist einer der Gründe, warum es in unserer Dokumentation zwei image für jeden Menschen gibt.  Eines ist ein frontal Porträt und das andere eine Seitenansicht.  In dieser Weise werden die image von gesuchten Verbrechern gemacht.  Ein weiterer Grund dafür, daß wir Porträts als die Ausdrucksform gewählt haben, ist der, die Obdachlosen in einer neutraler Umgebung zu zeigen. 

Der Ausdruck der image liegt für mich in ihrem Realismus.  Jede Falte im Gesicht erzählt eine Lebensgeschichte ohne ein Wort zu sagen.  So lasse ich nun die image für sich selbst sprechen, denn das werden sie erst tun, wenn ich schweige.